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Staub in der Kriminalistik

— abgelaufen

Vortrag von Wiebke Dürig, Studentin im Masterstudium "Toxikologie and Environmental Health" an der Universität Utrecht

Staub kann in der Kriminalistik als kriminaltechnisches Indiz dienen, um den Täter zu überführen. Staub ist einer jener Zeugen, von denen es bei Locard heißt „die einzigen Zeugen, die niemals sich täuschen oder lügen, […] wenn man sie nur zu deuten versteht“. 


Es ist kaum zu glauben, aber Staub kann Morde lösen. Ein Kriminalist befasst sich nicht nur mit DNA, Fingerbadrücken und Schusswaffen, aber auch mit Bodenbestandteilen, Staub, Mineralen und vieles mehr. Anders als ein Fingerabdruck lässt sich Staub deuten. Um den Staub im Sinne der Kriminalistik zu lesen, wird der Staub mikroskopisch untersucht. Auf diese Weise kann der Kriminaltechniker einiges über den Täter ermitteln. Staub kann dem Kriminaltechniker viel erzählen über den Täter. Wo hat sich der Täter in letzter Zeit aufgehalten? Hat der Täter bestimmte Gewohnheiten?


Auch Sohlenabdrücke auf Parkett haben schon manchen Täter überführt. Spezielles Licht macht den feinsten Staub sichtbar - im Schräglicht des „Lichtpinsels“ lässt sich zeigen, wo Staub liegt, und wo nicht. Auf diese Weise kann der Kriminaltechniker sehen, ob Gegenstände in dem Haus des Opfers verschoben oder gar weggenommen wurden? Somit können Kriminaltechniker den Tathergang rekonstruieren und mögliche Täter schnell ins Bild bringen. So wird Staub zur heißen Spur in einem Delikt, und es wird eine Kunst, dem Staub seine letzten Geheimnisse zu entlocken.

 

Wiebke Dürig hat ein Studium in ‘Crime Science‘ an der Hochschule Saxion in Enschede, Niederlande, absolviert. Praktika: Mai 2010 im Polizeipräsidium Dortmund. Polizei Utrecht (Niederlande): Mai bis Oktober 2011 Untersuchung von Fingerabdrücken auf abgefeuerten Patronenhülsen, Februar 2011 bis Februar 2012: Untersuchung von Fingerabdrücken auf Autolacken. Von Februar 2012 bis Juli 2012: Praktikum an der Universität Twente, Untersuchung von Digitaler Holographie, um Fingerabdrücke sichtbar zu machen. Inzwischen hat Wiebke Dürig ihr Masterstudium „Toxikologie and Environmental Health“ an der Uni Utrecht aufgenommen.



Wiebke Dürig im Labor

Im Labor: Wiebke Dürig

Die jüngste Vortragende unserer Reihe präsentierte das Thema "Staub in der Kriminalistik" lebendig und aktuell. Die anschließende rege Fragerunde zeigte, wie gut das Thema aufgenommen wurde:

Anschaulich: "Staub in der Kriminalistik"

Anschaulich gemacht: "Staub in der Kriminalistik"


Die jüngste Vortragende der Reihe: Wiebke Dürig

Die jüngste Vortragende der Reihe: Wiebke Dürig

Dr. Renate Schumacher und Wiebke Dürig

Dr. Renate Schumacher und Wiebke Dürig


Dem Verbrechen auf der Spur: Kriminalistik interessiert

 

Dem Verbrechen auf der Spur:

Rege Besucherzahl zum Vortrag über Staub in der Kriminalistik.

 

Veranstaltungsort war:

Hörsaal neben dem Mineralogischen Museum im Steinmann-Institut

Poppelsdorfer Schloss, 53115 Bonn

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