Wechselwirkung zwischen Staub und Klima
Vortrag von Prof. Dr. Yaping Shao, Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität Köln
Was hat Staub mit Klimawandel zu tun? Staub spielt tatsächlich eine bedeutende Rolle im Klimasystem, und die Wechselwirkung zwischen Staub und Klima ist heutzutage ein aktives Forschungsthema.
Staubteilchen in der Atmosphäre werden mineralische Aerosole genannt. Sie beinflussen die Ausbreitung der Strahlung in der Atmosphäre und damit die Energiebilanz des Klimasystems. Man nennt diesen Effekt „Radiative Forcing“. CO2 hat eine positive „Raditive Forcing“ und Staub (vielleicht) eine negative “Radiative Forcing”. Staub ist auch an vielen anderen physikalischen, chemischen und bio-geochemischen Prozessen beteiligt, wie z. B. am Kohlenstoffkreislauf im Erdsystem.
Mit der kleinen Geschichte eines Staubteilchens versucht Prof. Dr. Yaping Shao, den Staubkreislauf (vom Stein zum Staub und vom Staub zum Stein) darzustellen. Der Zusammenhang zwischen Staub und Klimawandel wird erläutert, und Beispiele von spektakulären Staubereignissen werden gezeigt.
Prof. Dr. Yaping Shao, Referent des Vortrags am 19.04.2012, studierte in China und Deutschland. Er diplomierte 1986 in Meteorologie an der Universität Bonn, promovierte 1990 an der Flinders University of South Australia, Adelaide, Australien, und folgte 2007 dem Ruf einer Professur am Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität Köln.
Veranstaltungsort war:
Hörsaal neben dem Mineralogischen Museum im Steinmann-Institut
Poppelsdorfer Schloss, 53115 Bonn
Foto: Prof. Chenghai Wang, Lanzhou University
