Geschichte des Museums
Geschichte des Mineralogischen Museums der Universität Bonn
Naturhistorisches Museum (1818 - 1880)
- 18. Oktober 1818:
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Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. (1797-1840) stiftet die nach ihm benannte Rheinische Friedrich- Wilhelms- Universität und überträgt dieser das Poppelsdorfer Schloß zur Nutzung.
Im Poppelsdorfer Schloß wird ein Naturhistorisches Museum mit Abteilungen für Zoologie (einschließlich Paläontologie), Mineralogie (einschließlich Geologie) und Botanik eingerichtet. Zum ersten Direktor dieser Sammlungen wird der Professor für Naturgeschichte Georg August GOLDFUSS aus Erlangen berufen.
- 20. Oktober 1818:
- Oberbergamtsassessor Johann Jakob NOEGGERATH wird zum Leiter der Abteilung Mineralogie und 1821 zum Professor der Mineralogie und Bergwerkswissenschaften ernannt.
- 1819:
- J.J. NOEGGERATH wird Mitdirekor des Naturhistorischen Museums und legt den Grundstock für die mineralogisch- petrographische Sammlung an.
- 1848:
- Nach dem Tod von G.A. GOLDFUSS wird J.J. NOEGGERATH Direktor der Sammlungen. Er tritt erst 1872, in seinem 85. Lebensjahr, zurück.
- 1849:
- H. TROSCHEL, Prof. der Zoologie, wird Mitdirektor des Museums.
- 1872:
- G. vom RATH wird zum Prof. der Mineralogie und Geologie ernannt, 1873 wird ihm die Direktion der Mineralogischen Abteilung (noch verbunden mir der paläontologischen Abteilung) übertragen.
- 1874:
- Die mineralogische Privatsammlung des Begründers der Firma Krantz, A. A. Krantz, mit etwa 14 000 auserlesenen Mineralstufen und wertvollen Meteoriten wird zum größten Teil der Universitätssammlung überwiesen.
Mineralogisches Museum und Institut (1881 - 1885)
- 1881:
- Arnold LASAULX (Prof. der Mineralogie und Geologie) wird Direktor des Mineralogischen Museums und Instituts; zeitgleich wird das Zoologische Institut gegründet.
- 1882:
- Errichtung einer Paläontologischen Abteilung mit eigener Professur.
Mineralogisches und Geologisches Institut und Museum (1886 - 1906)
- 1. Oktober 1886:
- Hugo LASPEYRES (Professor der Mineralogie und Geologie) wird Direktor des Mineralogischen Museums und Instituts.
- 1902:
- Auf Antrag LASPEYRES wird das Institut in Mineralogisches und Geologisches Institut und Museum unbenannt.
- 1906:
- Die Geologie wird aus dem Institut ausgegliedert und mit der Paläontologie zu einem „Geologisch- Paläontologischen Institut“ vereinigt.
Mineralogisch-Petrographisches Institut und Museum (1907 - 1946)
- 1. April 1907:
- Nach dem Rücktritt LASPEYRES wird Reinhard BRAUNS (1861-1937), Professor für Mineralogie und Geologie, zum neuen Direktor berufen. Das Institut erhält den neuen Namen „Mineralogisch - Petrographisches Institut und Museum“.
- 1938:
- Nach dem Tod BRAUNS wird Karl-Friedrich CHUDOBA (1898-1976) Direktor des Mineralogisch- Petrographischen Instituts und Museums.
- 1938/39:
- Der Flügel mit dem „Grottensaal“ bekommt ein Zwischengeschoss für dringend benötigte Sammlungsräume.
- Ende 1944:
- Ein kleiner Teil der Sammlung wird nach Göttingen ausgelagert; die wertvolle Edelsteinsammlung wird von einem amerikanischen Offizier beschlagnahmt und geht auf mysteriöse Weise vollständig verloren.
- 4. Februar 1945:
- Das Poppelsdorfer Schloß wird durch eine Luftmine und mehrere Brandbomben weitgehend zerstört – Plünderungen und Verwüstungen des Museums sind die Folge.
- Bis 1947:
- Weitere erhebliche Verluste an wertvollen Mineralstufen und Einzelkristallen durch Diebstahl (kriegsbedingte Verluste werden auf 400 000 DM geschätzt).
Mineralogisch-Petrologisches Institut und Museum (1947 - 2007)
- 1946:
- K.-H. SCHEUMANN (Prof. für Mineralogie und Petrologie) wird Direktor des Mineralogisch- Petrologischen Instituts und Museums. Das Poppelsdorfer Schloß wird bis 1956 wiederaufgebaut. Die beauftragten Firmen werden vom Studentenbautrupp unterstützt; Ausstattung des Museums mit modernen Glasvitrinen und neuen Sammlungsräumen dank Bereitstellung von Mitteln durch das Ministerium für Wiederaufbau des Landes NRW.
- 1950:
- Die Stelle eines Kustoden wird bewilligt und von Helmut von Philipsborn (Prof. für Mineralogie) besetzt.
- 1950/51:
- Kauf größerer Sammlungen mit finanzieller Unterstützung des Kultusministeriums und der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Rheinischen Friedrich- Wilhelms-Universität Bonn (GEFFRUB).
- 1952:
- Nach der Emeritierung Scheumanns wird Alfred NEUHAUS (Prof. für Mineralogie und Kristallographie) neuer Direktor.
- 1965 (bis 1973):
- Dr. Wilhelm Schilly wird neuer Kustos.
- 12.07.1965:
- Wiedereröffnung des Museums mit zunächst 3 Sälen: eine große systematische Mineral-Ausstellung im zentralen Saal, eine von Josef Frechen (späterer Professor für Petrologie) zusammengestellte Petrographische Sammlung und eine durch Friedrich Schumacher (Professor für Lagerstättenkunde) eingerichtete Lagerstättensammlung.
- 1965:
- Eröffnung des vierten Saales: Edelsteinsaal.
- 1973:
- Dr. H. Hamm wird der Nachfolger von Dr. W. Schilly. Er erwirbt weitere wertvolle Minerale für das Museum. 1996 erlag er einer schweren Krankheit.
- 1997:
- Frau Dr. R. Schumacher übernimmt die Leitung des Mineralogischen Museums. Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit führen zu einem starken Zuwachs an Besuchern. Der Saal, in dem sich ehemals die petrographische Sammlung befand, wird für die Durchführung von Sonderausstellungen umgestaltet.
- seit 04.12.2007:
- Mineralogisches Museum am Steinmann-Institut
