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Wirbeltierpaläontologie: Säugetiere

Dabei kommen bildgebende Untersuchungsverfahren und 3D-Rekonstruktionstechniken zum Einsatz. Mit dem institutseigenen Mikro-Computertomographen können innere Strukturen zerstörungsfrei untersucht und analysiert werden. Von besonderem Interesse sind die Zähne und Gebisse, die wichtige Informationen zur Stammesgeschichte und zur Ernährungsweise geben. Mit der Evolution des Kauvorgangs bei Säugetieren befasst sich die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Forschergruppe 771 "Funktion und Leistungssteigerung in den Gebissen der Säugetiere" am Bonner Institut. Neben den Gebissen sind auch die Skelette der frühen Säugetiere von großem Interesse.

Am Knochenbau lässt sich ablesen, ob ein Säugetier etwa in den Bäumen geklettert ist oder wie ein Maulwurf im Boden gegraben hat. Damit können die Säugetiere wichtige Informationen zu ihrem ehemaligen Lebensraum geben. Die terrestrischen Ökosysteme des Jura (vor 201–145 Millionen Jahren) sind für das Verständnis der modernen Welt besonders wichtig, da zu dieser Zeit die moderne Konfiguration der Kontinente entstand. Damit reichen die Wurzeln der heutigen Lebenswelt bis in den Jura zurück, in eine Zeit, als sich die entfernten Urahnen der modernen Säugetiere und des Menschen entwickelten. Schwerpunkt der Erforschung dieser Lebensräume am Bonner Institut sind die großen zentralasiatischen Sedimentbecken in China (Junggar-, Tarim- und Turpan-Becken) sowie das westliche und östliche subpolare Sibirien.

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Backenzähne des basalen Mammaliaformen Megaconus aus dem Mittleren Jura von Liaoning (China).

 

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