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Fossil des Monats - das Palmenblatt von Trachycarpus maior

23.Juli bis 18. Dezember 2012

Vor 13 Millionen Jahren im subtropischen Rheinland: Sommer, Sonne und Palmen — das Palmenblatt von Trachycarpus maior

 

Der von Dünensand überdeckte Wedel einer Hanf-Palme wurde im Tagebau Zukunft-West bei Langerwehe gefunden. Dieser fossile Blattabdruck kommt aus dem mittelmiozänen Neurather Sand und ist 13 Millionen Jahre alt.

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Palmen gibt es schon seit der Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren. In den Braunkohlengruben in NRW waren sie vor 13 Millionen Jahren sehr häufig und belegen ein frostfreies Klima. Ihr Fehlen in nur wenig jüngeren Schichten zeigt, dass sich die Erde zunehmend abkühlte.

Es gibt grundsätzlich zwei Blattformen bei Palmen: Fächerpalmen mit fächerförmigen Wedeln und Fiederpalmen mit federähnlichen Wedeln. Fächerpalmen wachsen heutzutage vor allem an offenen, sonnigen Standorten, wie auf Dünen, während Fiederpalmen häufiger in schattigen tropischen Wäldern oder in milderen Küstengebieten zu finden sind.

Die Gattung Trachycarpus gibt es noch heute, wie Wagners Hanfpalme (Trachycarpus wagneriana), die neben der Vitrine im Goldfuß-Museum steht, oder die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei), die öfter in Bonner Gärten angepflanzt wird.

Das fossile Palmenblatt wurde vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege geborgen und 2012 dem Goldfuß-Museum der Universität Bonn als Schenkung überlassen.

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