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Wertvolles Prachtstück

— abgelaufen

Der größte Edelstein Deutschlands liegt im Mineralogischen Museum der Universität Bonn

Anfang November 2008 traf im Mineralogischen Museum der Universität Bonn ein besonderes Exponat ein: das größte in einem deutschen Museum ausgestellte "Tigerauge". Der Edelstein, eine Scheibe von etwa zwei Metern Länge und 150 Kilogramm Gewicht, stammt aus der Bergkette Hamersley Range in Westaustralien, dem besten Tigerauge-Vorkommen, das bisher gefunden wurde.

Das Prachtstück wurde auf der größten Mineralienbörse der Welt in Tuscon, Arizona, und auf den Münchener Mineralientagen ausgestellt. Die Leiterin des Mineralogischen Museums der Uni Bonn, Dr. Renate Schumacher, konnte den Besitzer der Scheibe, David Vaughan von der Firma Australian Outback Mining, überzeugen, dass das Tigerauge im Poppelsdorfer Schloss ein adäquates Zuhause finden könnte. Nun galt es, das Prachtstück nach Bonn zu transportieren. Das traditionelle Rheinische Mineralien-Kontor Dr. F. Krantz mit Sitz in Bonn-Tannenbusch spendete die Fracht von München zu ihrem Firmensitz. Das letzte Stück von Tannenbusch nach Poppelsdorf wurde mit Hilfe der Fahrbereitschaft der Universität Bonn bewältigt.

Im Jahr 2005 entdeckten die Australier Glenn Archer, David Vaughan und Richard Williamsen das in Anbetracht der großen Fundstücke winzige Tigerauge-Vorkommen in der 2,5 Milliarden Jahre alten Marra Mamba Formation. Die Fundstelle des Tigerauges wirkt eher wie eine Stecknadel im Heuhaufen - sprich der Weite Westaustraliens. Zwei Blöcke von über fünf Tonnen wurden so intakt wie möglich belassen. Unter Einsatz modernster Techniken schnitt David Vaughan die Platte zu und polierte sie in erstklassiger Qualität - ein Meisterwerk, weil der Schnitt exakt parallel zu den Fasern erfolgen muss, damit das Gestein nicht stumpf erscheint.

Eine kleinere Platte wurde bei einer Auktion in Texas im Juni 2008 für ganze 215 000 UD-Dollar versteigert - ein Wert, der einen Eindruck von der außerordentlichen Qualität vermittelt. Renate Schumacher vom Mineralogischen Museum ist sehr stolz auf die Leihgabe, die wie sie hofft, auf Dauer im Poppelsdorfer Schloss verweilen wird.

     Transport Tigerauge     Auspacken Tigerauge      Details Tigerauge

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Das Museum ist auf der Suche nach Unterstützern, die es ermöglichen, das Tigerauge auf Dauer zu behalten. Mehr hierzu entnehmen Sie bitte dem Flyer. Über Kontaktaufnahme würden wir uns sehr freuen!

 

Tigerauge 2


Siehe dazu:

Veröffentlichung aus dem Januar 2012- Tigerauge darf bleiben

 

 

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